- Sie müssen jede ausländische Kryptoplattform bis zum 30. über das Formular 3916 bis anmelden.
- Veräußerungsgewinne werden in Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung angegeben.
- Das Vergessen eines Kontos kostet 1.500 Euro pro Konto, in einem nicht kooperativen Zustand sogar 10.000 Euro.
- Ein selbst gehostetes Wallet, das in Frankreich aufbewahrt wird, ist kein ausländisches Konto.
Was ist ein ausländisches Kryptokonto für die Steuerbehörden?
Für Bercy umfasst ein digitales Vermögenskonto im Ausland Börsenplattformen (Binance, Coinbase, Kraken), Stake- oder Kreditdienste mit Sitz außerhalb Frankreichs sowie Depot-Wallets. Bitte beachten Sie: Eine Hardware-Wallet (Ledger), die Sie zu Hause in Frankreich aufbewahren, ist nicht betroffen. Wenn Sie es hingegen in einem Tresor in der Schweiz aufbewahren, wird es zu einem Auslandskonto. Ehrlich gesagt finde ich diese Nuance schwierig – viele Leute ignorieren sie.
Warum sollten Sie Ihre Kryptos im Ausland deklarieren? (Zwei getrennte Verpflichtungen)
Pflicht Nr. 1: Deklarieren Sie das Konto selbst
Jedes Jahr müssen Sie das Formular 3916 bis für jedes im Ausland eröffnete, gehaltene, genutzte oder geschlossene Konto ausfüllen. Auch ein leeres Konto muss deklariert werden. Ich empfehle Ihnen, dies gleich bei der Kontoeröffnung zu tun, es ist einfacher.
Pflicht Nr. 2: Kapitalgewinne und Einkünfte angeben
Erzielte Gewinne (Verkauf, Tausch, Kauf von Waren) und passive Einkünfte (Einsätze, Kredite, Airdrops) müssen in Ihrer Steuererklärung angegeben werden. Verwechseln Sie nicht den Gesamtbetrag aus Umsatz und Kapitalgewinn – es zählt nur die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis.
Wie deklariere ich meine ausländischen Kryptokonten? (Schritt für Schritt)
- Sammeln Sie die Informationen: Name der Plattform, Land des Hauptsitzes, Kontotyp, Eröffnungsdatum, Saldo zum 31.
- Melden Sie sich in Ihrem Bereich impots.gouv.fr an, gehen Sie zu „Erklären“ > „Erklärung ausländischer Konten“, wählen Sie „Digitale Vermögenswerte“ und fügen Sie jede Plattform einzeln hinzu.
- Geben Sie Ihre Kapitalgewinne im Rahmen Ihrer Jahreserklärung über das Formular an.
Welche Risiken und Sanktionen gibt es bei Vergessen?
| Situation | Sanktion |
|---|---|
| Ich habe vergessen, das Konto anzugeben (3916 bis) | 1.500 € pro Konto (10.000 € bei nicht kooperativem Land) |
| Keine Angabe eines Kapitalgewinns | Verzugszinsen (0,20 % pro Monat) + Erhöhung um 10 % bis 80 % |
| Nichtbeantwortung eines Antrags auf Regularisierung | Automatische Besteuerung und mögliche strafrechtliche Verfolgung |
Ein konkretes Beispiel: Sophie hat Kryptos für einen Kapitalgewinn von 5.000 Euro verkauft, ohne ihr Binance-Konto anzugeben. Sie erhielt eine Geldstrafe von 1.500 Euro zuzüglich Zinsen. Bedeutet Ihnen das etwas? Ich habe fast den gleichen Fehler gemacht.
Praktische Ratschläge für eine ruhige Erklärung
- Führen Sie ein Protokoll über alle Ihre Transaktionen (Datum, Betrag, Preis in Euro, Gebühren). Verwenden Sie eine Tabellenkalkulation oder Software wie Koinly, Waltio.
- Melden Sie sogar inaktive Konten (Nullsaldo). Es muss ein offenes, aber leeres Konto angemeldet werden.
- Verwechseln Sie „Konto“ und „Wallet“ nicht: Ein selbst gehostetes Wallet kann in Frankreich nicht deklariert werden; ein Depot-Wallet auf Coinbase ja.
- Beachten Sie die Frist: Das Formular 3916 bis muss spätestens am 30. des auf die Inhaftierung folgenden Jahres eingereicht werden.
Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Krypto-Buchhalter. Die Regeln ändern sich schnell – ich habe gesehen, wie Leute von den jüngsten Änderungen überrascht wurden. Kurz gesagt: Vorbeugen ist besser als Heilen.
