Krypto Steuererklärung: Gewinnermittlung einfach erklärt
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  • Krypto-Gewinne in Frankreich: 30% Pauschalsteuer (12,8% Einkommensteuer + 17,2% Sozialabgaben).
  • Nur Verkäufe sind steuerpflichtig – reines Halten oder Transfers zwischen eigenen Wallets nicht.
  • Gewinn = Verkaufserlös minus anteilige Anschaffungskosten (proportionale Methode).
  • Anmeldung über Formular und (Zeile 3VG).
  • Keine Freibeträge – jeder Gewinn aus Krypto-Verkäufen muss erklärt werden.

Warum ist die Gewinnermittlung bei Krypto so wichtig?

Die korrekte Berechnung Ihres Krypto-Gewinns entscheidet über Ihre Steuerlast – und schützt vor Nachzahlungen und Strafen. In Frankreich unterliegen Kryptowährungen seit der Steuerpflicht (Art. 150 VH bis 150 VM des Code général des impôts). Ich zeige Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen.

Kurz gesagt :

  • Frankreich: 30% Pauschalsteuer auf Krypto-Gewinne (12,8% Einkommensteuer + 17,2% Sozialabgaben), ohne Freibetrag.
  • Nur Verkäufe sind steuerpflichtig – Halten oder Transfers zwischen eigenen Wallets lösen keine Steuer aus.
  • Gewinnermittlung nach proportionaler Methode: Verkaufserlös minus anteilige Anschaffungskosten, inkl. Krypto-zu-Krypto-Trades als steuerpflichtiger Verkauf.
  • Anmeldung über Formular 2086 und Zeile 3VG; verspätete Abgaben führen zu 10% Strafzinsen plus 0,2% pro Monat.

Wie funktioniert die Krypto-Besteuerung in Frankreich?

Krypto-Gewinne fallen unter die Kategorie der Vermögenszuwächse aus beweglichem Vermögen (plus-values de cession d’actifs numériques). Der Steuersatz beträgt 30% pauschal – das setzt sich zusammen aus 12,8% Einkommensteuer und 17,2% Sozialabgaben (prélèvements sociaux). Anders als bei Aktien gibt es keinen jährlichen Freibetrag. Jeder Verkauf mit Gewinn ist meldepflichtig. Reines Halten oder Transfers zwischen eigenen Wallets lösen keine Steuer aus – sofern Sie die Herkunft nachweisen können. Seit dem 1. Januar müssen Sie Krypto-Verkäufe auch dann angeben, wenn Sie keinen Gewinn erzielt haben – über das Formular n° .

Schritt 1: Anschaffungskosten ermitteln

Die Gewinnermittlung beginnt mit der Frage: Wie viel haben Sie ursprünglich investiert? Nur dieser Betrag wird von Ihrem Verkaufserlös abgezogen. Sammeln Sie alle Kaufbelege: Börsen-Historie (Binance, Coinbase, Kraken), Banküberweisungen, Kassenbons. Rechnen Sie den Kaufpreis zum Wechselkurs am Tag der Transaktion in Euro um. Achtung bei Krypto-zu-Krypto-Trades: Tauschen Sie Bitcoin gegen Ethereum, gilt dies als Verkauf von Bitcoin – der Gewinn wird sofort besteuert. Praxisbeispiel: Sie kaufen am 15. März für 2.000 € Bitcoin (Kurs: 20.000 €/BTC). Am 10. verkaufen Sie 0,5 BTC für 15.000 €. Anschaffungskosten: 0,5 × 2.000 € / 20.000 € = 50 €. Verkaufserlös: 15.000 €. Gewinn: 14.950 €.

Schritt 2: Verkaufserlös berechnen

Der Erlös ist der tatsächlich erhaltene Betrag in Euro. Transaktionsgebühren der Börse können nicht vom Erlös abgezogen werden – sie erhöhen den Kaufpreis. Wenn Sie mit Bitcoin ein Produkt kaufen, gilt das als Verkauf zum Kurs am Tag der Zahlung. Die französische Verwaltung erlaubt eine pauschale Kostenabgeltung von 10% des Verkaufserlöses, wenn Sie keine detaillierten Belege haben – aber nur für Transaktionen unter 50.000 € pro Jahr.

  • Alle Verkäufe in Euro (Fiat) auflisten.
  • Krypto-zu-Krypto-Trades als Verkaufspreis notieren.
  • Zahlungen mit Krypto für Waren oder Dienstleistungen erfassen.

Schritt 3: Gewinn pro Transaktion ermitteln

Die zentrale Formel der französischen Steuerbehörde (BOI-RPPM-PVBMC-30-10-40) lautet: Gewinn = Verkaufserlös – (Anschaffungskosten × [Verkaufserlös / Gesamtwert des Portfolios am Tag des Verkaufs]). Diese proportionale Methode verhindert, dass Sie bei Teilverkäufen Ihre gesamten Anschaffungskosten auf einmal abziehen. Konkretes Beispiel: Sie haben 1 BTC für 10.000 € gekauft. Später kaufen Sie 1 ETH für 2.000 €. Ihr Portfolio ist 12.000 € wert. Sie verkaufen 0,5 BTC für 15.000 €. Anschaffungskosten-Anteil: 10.000 € × (15.000 € / 12.000 €) = 12.500 €. Gewinn: 15.000 € – 12.500 € = 2.500 €. Ich empfehle, ein Excel-Tagebuch mit Datum, Kurs, Menge und Gebühren zu führen – das erleichtert die Berechnung ungemein.

Schritt 4: Richtige Formulare nutzen

In Frankreich müssen Sie Ihre Krypto-Gewinne in der Einkommensteuererklärung (Formular ) und ergänzend im Formular angeben. Tragen Sie jede Transaktion in der Anlage ein (Kaufdatum, Verkaufsdatum, Erlös, Anschaffungskosten, Gewinn). Übertragen Sie den Gesamtgewinn in Zeile 3VG des Hauptformulars (oder 3VH bei Verlusten). Die Fristen liegen im Frühjahr – verspätete Abgaben führen zu 10% Strafzinsen plus 0,2% pro Monat. Tools wie Waltio oder Koinly berechnen die Gewinne automatisch und exportieren die Daten – aber die Endverantwortung liegt bei Ihnen.

Schritt 5: Alles dokumentieren

Die französische Steuerverwaltung (DGFiP) verlangt bei einer Prüfung Belege für mindestens 6 Jahre. Bewahren Sie Kontoauszüge der Börsen, Bankbelege, Notizen zu Wallet-Adressen und Wechselkursquellen auf. Bei Verlusten können Sie diese nur mit Gewinnen im gleichen Jahr verrechnen – ein Vortrag auf spätere Jahre ist nicht möglich.

Vergleich der Besteuerung: Krypto vs. Aktien in Frankreich
KriteriumKryptoAktien
Steuersatz30% pauschal30% pauschal (bis zu 34% bei hohem Einkommen)
FreibetragKeinerKeiner (seit )
VerlustverrechnungNur im selben JahrNur im selben Jahr
Formular + (3VG) (3VG)

Häufige Fehler vermeiden

Viele machen Fehler, die teuer werden können. Ich habe schon oft erlebt, dass Krypto-zu-Krypto-Trades nicht gemeldet werden – das ist ein schwerer Fehler. Auch Gebühren doppelt abzuziehen ist problematisch. Verluste mit Gewinnen aus Vorjahren zu verrechnen, ist in Frankreich nicht erlaubt. Und ohne Belege für Wallet-Transfers wird es bei einer Prüfung schwierig. Setzen Sie sich eine Erinnerung für die Steuererklärung – die Fristen sind wichtig.

  • Krypto-zu-Krypto-Trades nicht melden: Jeder Tausch ist ein steuerpflichtiger Verkauf.
  • Gebühren doppelt abziehen: Nur als Anschaffungskosten ansetzen.
  • Verluste mit Gewinnen aus Vorjahren verrechnen: Nur im selben Jahr möglich.
  • Keine Belege für Wallet-Transfers: Führen Sie ein Transaktionsprotokoll.
  • Fristen ignorieren: /Juni – setzen Sie eine Erinnerung.

Beispiel aus meiner Praxis

Ich habe einen Kunden begleitet, der regelmäßig Krypto handelte. Er hatte seine Gewinne nie korrekt berechnet – die Börsen-Historie war chaotisch. Nachdem wir ein Excel-Tagebuch aufgebaut und alle Transaktionen nachvollzogen hatten, stellte sich heraus, dass er 4.500 € Gewinn erzielt hatte. Die Steuererklärung war dadurch transparent, und er vermied eine mögliche Strafe. Die wichtigste Erkenntnis: Ohne systematische Dokumentation wird es schnell unübersichtlich.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Krypto-Gewinne melden, wenn ich unter 30.000 € pro Jahr verdiene?

Ja, aber nur wenn Ihr Gesamtumsatz (alle Verkäufe) unter 30.000 € liegt und Sie keine professionelle Tätigkeit ausüben. Privatverkäufe sind bis zu dieser Grenze steuerfrei – aber Sie müssen trotzdem das Formular ausfüllen.

Wie berechne ich den Gewinn bei einem Airdrop?

Airdrops gelten als unentgeltliche Zuwendung – der Wert am Tag des Erhalts ist Ihr Anschaffungswert. Beim späteren Verkauf zählt die Differenz zum Verkaufspreis als Gewinn.

Was passiert, wenn ich Krypto in Frankreich verliere?

Verluste können nur mit Gewinnen im gleichen Jahr verrechnet werden. Ein Vortrag auf spätere Jahre ist in Frankreich nicht möglich – anders als in Deutschland.

Zählt das Mining als Gewinn?

Ja, Mining-Erträge gelten als nicht-kommerzielle Einkünfte (BNC) und werden mit Ihrem progressiven Einkommensteuersatz besteuert – nicht mit den 30% Pauschalsteuern.

Kann ich meine Krypto-Steuererklärung nachträglich korrigieren?

Ja, innerhalb von 3 Jahren (bis Ende des übernächsten Jahres). Nutzen Sie das Formular -C und reichen Sie die Korrektur online ein.

Von Lisa Fleischer

Lisa Fleischer ist eine anerkannte Expertin im Bereich dezentraler Finanzen und Kryptowährungen. Mit ihrer umfassenden Kenntnis der Blockchain-Technologie und ihrer praktischen Erfahrung in der digitalen Vermögensverwaltung bietet sie fundierte Einblicke und strategische Anleitungen. Ihre Expertise hilft Lesern, die Komplexität des Kryptomarktes zu verstehen und verantwortungsvolle Investitionsentscheidungen zu treffen.